Zwei Abende voller Überraschungen, untypisch und typisch für das Leben in der Südpfalz zugleich, bieten Timo Gross und Evi Ullrich- Friedrich am 19. und 20. Juni auf dem Pleisweiler Weingut Ullrich: Zum fünften Mal laden der Bluesmusiker und die Inhaberin der Weinguts zu ihrem "Blues and Roots"-Festival ein. Musik – abseits aller Klischees und Schubladen – trifft dabei auf Genusskultur in verschiedenen Formen, so dass nicht nur Weinliebhaber auf ihre Kosten kommen. Laute und leise Töne, alte und neue Gesichter erwarten die Besucher bei der zweitägigen Veranstaltung, die sich bereits überregional einen Namen gemacht hat. Waren in den vergangenen Jahren unter anderem Kosho und Gregor Hilden in Pleisweiler zu Gast, so haben sich die Veranstalter in diesem Jahr für dieses Ereignis erneut in der bundesweiten und internationalen Musikszene umgeschaut – und sind fündig geworden.
Lisa Doby macht am Freitag den Anfang. Schon als Kind musikbegeistert, stand die Soul-, Rock- und R’n’B-Sängerin schon früh auf der Bühne. Sie stammt aus South Carolina – und vereint eben alle stimmlich wichtigen Attribute dieser Musikrichtungen in ihrem prägnanten und einzigartigen Stil. Ende April veröffentlichte sie ihr zweites Album mit dem Titel "Who We Are", auf der Bühne besticht Lisa Doby durch ihr außergewöhnliches Charisma und ihre große Authentizität. So hat sie unter anderem in Montreux, auf dem Bonneville Rythm’n’Blues Festival sowie auf dem Poschiavo Music Festival einen bleibenden Eindruck hinterlassen und glänzte neben Weltstars wie Ray Charles, Lucky Peterson oder Paul Young, die ihr die Eröffnung ihrer Konzerte anvertrauten oder an ihrer Seite auf der Bühne sangen. An diesem abend wird Lisa von Ihrem Gitarristen Yannick Eichert begleitet.
Gemeinsam mit Organisator Timo Gross steht am Samstag Christian Eckert auf der Bühne – und damit trifft Blues auf Jazz. Oder andersherum. Von der Zeitschrift "Jazz Thing" wurde Eckert erst kürzlich in einem Atemzug mit Kollegen wie Mark Whitfield, Peter Bernstein und Kurt Rosenwinkel zu einem der zehn talentiertesten Nachwuchsgitarristen der internationalen Szene gewählt. Was dies bedeutet, davon können sich die Besucher des "Blues and Roots"-Festivals am besten selbst ein Bild machen. Denn kombiniert mit dem kraftvollen und ausdrucksstarken Spiel Gross’ kommt die selbstsichere und dabei keineswegs aufdringliche Spielweise des studierten Jazzgitarristen besonders zur Geltung. Wo oberflächlich betrachtet zwei Gegensätze aufeinander treffen, findet vielmehr eine Symbiose statt – vor den Augen und Ohren des Publikums. Wenn Gross mit seinem Raum füllenden Blues in Stimme und Spiel die Atmosphäre füllt, bleibt dennoch Platz für den feinfühligen, experimentellen Stil Eckerts. www.myspace.com/lisadoby www.myspace.com/christianeckert www.myspace.com/timogross www.weingut-ullrich.de
Achtung gestohlende Gitarren und weiteres:
Auf den 10./11. November wurde mir nach einem fantastischen Konzert beim Blues unplugged Festival in Wuppertal mit Gregor Hilden und Henrik Freischlader diverse Gitarren aus meinem Auto entwendet